Geschichte des Internet – .computerisierung https://www.computerisierung.com Tue, 16 Jun 2020 17:11:52 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.0 Digitalgeschichte trifft Kunst https://www.computerisierung.com/?p=1222 https://www.computerisierung.com/?p=1222#comments Tue, 16 Jun 2020 17:10:43 +0000 http://www.computerisierung.com/?p=1222 Wie kann ein Dialog von Digitalgeschichte und Kunst aussehen? In ihrem interdisziplinären Gespräch gingen der Potsdamer Künstler Rudi Fischer und Martin Schmitt von der TU-Darmstadt / ZZF Potsdam grundlegenden Themen des Digitalen Zeitalters aus unterschiedlichen Perspektiven auf den Grund. Sie sprachen am historischen Ort des ehemaligen Datenverarbeitungszentrums Potsdam über die Diskurse der Digitalisierung, von der Ersetzung des Menschen, über die Überwachung und die Arbeit im Finanzmarktkapitalismus bis hin zu Filterblasen und Informationsströmen. Anlass des Gespräches war die aktuellen Ausstellung „Zeichen der Zeit“ im Kunst- und Kreativhaus Rechenzentrum, Potsdam. Im Gespräch entstanden neue Blickwinkel und überraschende Erkenntnisse, beispielsweise zur materiellen Standardisierung des Digitalen.

Text: Martin Schmitt
Video: Rudi Fischer, Container Art Care

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Mit offenen Karten: Computerisierung auf ARTE https://www.computerisierung.com/?p=889 https://www.computerisierung.com/?p=889#respond Thu, 19 Apr 2018 11:59:40 +0000 http://www.computerisierung.com/?p=889 99% des Internetverkehrs werden heutzutage über Unterseekabel abgewickelt. Diese Kabel haben nicht nur eine lange Vorgeschichte, die bis in die Zeit des Kalten Krieges zurückreicht. Sie haben mit der Zeit auch eine strategische Bedeutung gewonnen. Auf ARTE lief in der Sendung „Mit offenen Karten“ am 14. April 2018 eine sehenswerte Doku über die Infrastruktur des Internet. Die Autoren empfehlen am Ende das Buch unseres Projektmitarbeiters Martin Schmitt, „Internet im Kalten Krieg“. In seinem Buch verweist er auf die in der Dokumentation dargestellten langen Linien bis in die Gegenwart. Wir freuen uns sehr über die freundliche Empfehlung. Auch Nicole Starosielskis Buch „The Undersea Network“ hätte die Empfehlung verdient, eine weitere Leseempfehlung für am Thema Interessierte. Die Sendung ist noch bis zum 14. Juni in der ARTE Mediathek abrufbar.

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Neu erschienen: Martin Schmitt – Internet im Kalten Krieg https://www.computerisierung.com/?p=665 https://www.computerisierung.com/?p=665#respond Mon, 12 Sep 2016 08:10:58 +0000 http://www.computerisierung.com/?p=665 Die Geschichte des Internet erfuhr in den vergangenen Jahren immer wieder prominent Aufmerksamkeit.  Vergangene Woche erschien nun erste Publikation unseres Projektmitarbeiters Martin Schmitt, „Internet im Kalten Krieg“. In dem Buch widmet sich Martin Schmitt der Frage, wie das ARPANET und später das Internet als kybernetische Systeme im Kalten Krieg entwickelt wurden. Das Buch erscheint bei Transcript, hat 250 Seiten und kostet 29,99 Euro.

Titelbild "Internet im Kalten Krieg"

An dieser Stelle berichteten wir bereits einige Male über die Geschichte des Internet. Letzte Woche war es dann soweit: Die Monographie „Internet im Kalten Krieg. Eine Vorgeschichte des globalen Kommunikationsnetzes“ erschien nach umfangreicher Vorarbeit im Transcript-Verlag. Ein Auszug aus dem Klappentext:

Das Internet ist das dominante Kommunikationsmedium des 21. Jahrhunderts. Nicht zuletzt die Ereignisse um die Enthüllungen von Edward Snowden haben gezeigt, dass es sich zu einem Netzwerk der Freiheit wie auch der Überwachung entwickelt hat.
Wo aber liegen seine Ursprünge? Martin Schmitt bietet eine dringend notwendige Neueinordnung der Geschichte des Internet, indem er dessen Entstehung in den USA von 1967-1975 historisiert. Er verdeutlicht, wie das Internet als kybernetisches System im Kalten Krieg zwischen Gegenkultur, Wissenschaft und Militär konzipiert wurde und dass es von Anfang an sowohl emanzipatorische wie auch überwachende Tendenzen bediente.

Zur Verlagsseite: Martin Schmitt – Internet im Kalten Krieg.

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Michael S. Mahoney Preis 2016: Andrew L. Russell und Valérie Schafer https://www.computerisierung.com/?p=647 https://www.computerisierung.com/?p=647#respond Thu, 21 Jul 2016 16:09:47 +0000 http://www.computerisierung.com/?p=647 Andrew L. Russell und Valérie Schafer gewinnen den Michael S. Mahoney Preis 2016. Sie erhalten die Auszeichnung für ihren Aufsatz zur Geschichte des Cyclades-Netzwerkes im Frankreich der 1970er-Jahre: „In the Shadow of ARPANET and Internet: Louis Pouzin and the Cyclades Network in the 1970s,“ Technology and Culture 55, no. 4 (October 2014): 880-907. Der Michael S. Mahoney Preis zeichnet herausragende Arbeiten der Digitalgeschichte aus, vergeben von der Society for the History of Technology. Zudem wurde Dinesh C. Sharmas Monografie zur Computerisierung Indiens mit dem Preis des Computer History Museums 2016 ausgezeichnet.

Der Aufsatz von Russell und Schafer ist ein profunder Beitrag zur Geschichte des Internet, das mehr als nur eine amerikanische Entwicklung war. So begründet die Jury ihre Entscheidung:

„This paper expands our understanding of how networks emerged and evolved.  It contributed additional evidence of the international nature of ICTs, in this case, within France.  The paper is another example of the power of international collaboration among scholars.  It provides a meaningful narrative of a key piece of French networking history that has been understudied in a polished essay.“ (Quelle: http://www.sigcis.org/node/397)

Michael S. Mahoney war einer der früher Digitalhistoriker, der sich vor allem mit Aufsätzen zur Frage der Software-Geschichte einen Namen machte. Bis zu seinem Tod im Jahr 2008 war er Professor für Wissensgeschichte an der Princeton University.

Den Preis des Computer History Museum für das beste Buch zur Digitalgeschichte gewann hingegen Dinesh C. Sharma für seine Monographie „The Outsourcer“ über die Computerisierung Indiens, das 2015 bei MIT Press erschien. Sharma, ursprünglich Journalist, erzählt darin basierend auf einer breiten Quellenbasis wie Indien in das Digitalzeitalter einstieg. Die Jury zeichnete ihn auch deswegen aus, weil es ihm gelang, seine Erzählung in die breitere indische Geschichte einzubetten.
Aus der Sicht unseres Forschungsprojektes, dass genau auf die Einbettung der Computergeschichte in die Zeitgeschichte abzielt, ist die Entscheidung der Jury nachdrücklich zu begrüßen. Die Begründung im Wortlaut:
„Dinesh Sharma has written a highly accessible book on a significant topic – the history of computing in India – that is well-grounded in sources and interviews. The Outsourcer is full of fascinating stories on the beginnings of computing in India. Sharma does an excellent job contextualizing this story within broader Indian history and the history of computing in the West. Trained as a journalist, Sharma has produced a book that is both carefully researched and engaging to the reader. He regales and rewards readers with a great selection of anecdotes. The committee is pleased to award the 2016 Computer History Museum Prize to Dinesh C. Sharma for The Outsourcer: The Story of India’s IT Revolution.“
Der Preisträger:
Dinesh C. Sharma for The Outsourcer: The Story of India’s IT Revolution (MIT Press, 2015).

 

Text: Martin Schmitt

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IFIP Working Group 9.7 Konferenz: Internationale Entwicklergemeinschaften https://www.computerisierung.com/?p=595 https://www.computerisierung.com/?p=595#respond Fri, 27 May 2016 04:40:06 +0000 http://www.computerisierung.com/?p=595 Welchen Einfluss hatten internationale Entwicklergemeinschaften auf die Architektur und Proliferation von Informationstechnologie? Zu dieser Frage begann am Mittwoch, 26.05.2016, in New York eine Konferenz der International Federation for Information Processing (IFIP). Die IFIP Arbeitsgruppe 9.7 hat sich seit vielen Jahren der Digitalgeschichte verschrieben und vereint im „Big Apple“ zahlreiche Größen des Fachs.

Den Auftakt zu der fünftägigen Tagung machte die Medienhistorikerin Nicole Starosielski, Assistant Professor an der New York University, mit ihrer Keynote zu den Unterseekabeln des Internet. In Kollaboration mit einem Grafiker entwarf sie eine interaktive Karte, mit deren Hilfe sich die Infrastruktur des Internet nachvollziehen lässt. Dabei stellt sie bewusst die linearen und kolonialen Narrative in den Hintergrund. Sie will die Geschichte des Internet und die Verbreitung seiner Kabel nicht ein weiteres Mal aus der Perspektive der USA oder Großbritanniens erzählen. Es gäbe schon genügend Arbeiten darüber, wie deren große Telekommunikations-Unternehmen die Welt unter sich aufteilten. Vielmehr interessiert Starosielski sich dafür, was an den lokalen Punkten der Seekabel passierte. Woher kamen die Menschen, welche die Kabel vor Ort installierten, warteten und betrieben? Wie trafen internationale Kommunikationsinteressen und lokale Interessen aufeinander? Immerhin läuft über diese Unterseekabel heute ein Großteil unserer Kommunikation, sozial, militärisch, ökonomisch wie auch politisch. Genügend Ersatzkapazität via Satellit gibt es nicht. In der Visualisierung surfacing kann dies jeder selbst nachverfolgen.

Surfacing Screenshot

Die Abkehr von linearen Narrativen: Surfacing als thematische Visualisierung der Unterseekabel des Internet

In der Karte drückt sich die Abkehr von linearen Narrativen dergestalt aus, dass die höchste Ebene der Karte keine geografische Übersicht bietet. Vielmehr zeigt sie eine in sich gefaltete thematische Übersicht der einzelnen Aspekte der Geschichte und der Verbreitung der Unterseekabel des Internet. Geordnet in Clustern wie „Kalter Krieg“, kulturellen Techniken der Seekabel vor Ort oder der Frage nach ökonomischen Marktkriterien bietet dies eine explorative und überraschend neue Art der Wissenspräsentation. Statt der oft daten-losen Karten der Netzwerke macht Starosielskis „surfacing“ den Blick frei für die dahinterliegenden Geschichten. Für mich stellte sich am Ende nur die analytische Frage: Inwiefern hängen denn jetzt die lokalen Interessen, der kulturelle Hintergrund der Kabelingenieure und die Infrastruktur des Internet zusammen, wie drücken sie sich ineinander aus? Und blieben die Kabelingenieure nicht eine internationale Elite? Starosielski bejahte dies einerseits, denn gerade die Kabelingenieure wurden von ihren Firmen gezielt abgeschirmt, um nicht dem lokalen „Rauschen“ ausgesetzt zu sein. Das „Rauschen“ bezeichnet in der Fachsprache die Hintergrundstörung, durch die hinweg ein Signal als „Ordnung“ übertragen werden muss. Im Falle der Ingenieure hieß dies aber eher, sie von den lokalen Bars abzuhalten und nüchtern zur Arbeit zu erscheinen. Andererseits bildeten sie trotz der häufigen Ortswechsel über die einzelnen Seekabelpunkte hinweg eine lokale Identität aus, die auch von den Firmen als Erdung gewünscht war. Ansonsten konnten Geschichten wie in Kalifornien passieren, was die Infrastruktur des Netzwerkes nachhaltig prägte: Die lokalen Fischer und Umweltaktivisten wehrten sich dagegen, dass die Kabel in ihrem Gebiet anlandeten. Die Proteste führten dazu, dass die Kabel schließlich nach Portland verlegt wurden.

Telestar, der erste zivile Kommunikationssatellit, ausgestellt in den Bell Laboratories

Telestar, der erste zivile Kommunikationssatellit, ausgestellt in den Bell Laboratories

Um alternativen Formen der Kommunikation ging es im zweiten Teil des Konferenztages. Ein Besuch bei den berühmten Bell Labs stand auf dem Programm, heute in Besitz von NOKIA. Nur etwa eine Stunde außerhalb von New York City auf den Murray Hills gelegen, sind die Bell Labs einer der Ursprungsorte des Informationszeitalters. Das wird durchaus betont. Die Bell Laboratories schreiben sich auf die Fahne, „to invented nearly everything“. Dementsprechend ging es in der Führung um sehr viele „firsts“: Das erste Telefon, die erste mobile Funkübertragung von Sprache, der erste Transistor, Shannons Informationstheorie, der erste zivile Kommunikationssatellit, die Entwicklung von UNIX oder der Programmiersprache C++ – viele Grundsteine für das Informationszeitalter wurden hier gelegt. So wurden uns nicht nur die Artefakte gezeigt, sondern auch eine Führung durch das zumeist noch im Originalzustand erhaltene Gebäude gegeben. Nicht nur die Artefakte bekamen hier eine Aura zugeschrieben, auch der Ort selbst als mythisch beschworen. NOKIA als neuer Inhaber der Bell Labs ist dabei bereits bestens in das Narrativ integriert. Die Führung begann mit einem „connecting people“. Jenseits heroischer Erzählung ist der Besuch bei den Bell Labs aber absolut lohnenswert und die Ausstellung zeichnet sich durch moderne Museumspädagogik aus, welche den Besucher angesichts der Vielzahl an Erfindungen nicht erschlägt, sondern durch das Museum führt.

Text: Martin Schmitt
Fotos: Martin Schmitt, Titelbild: Der erste Transistor.

Creative Commons Lizenzvertrag
Dieses Werk ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung – Nicht-kommerziell – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International Lizenz.

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Ausstellung: Das Netz. Menschen, Kabel, Datenströme https://www.computerisierung.com/?p=513 https://www.computerisierung.com/?p=513#respond Tue, 20 Oct 2015 13:59:33 +0000 http://www.computerisierung.com/?p=513 Am 9. September 2015 eröffnete das Deutsche Technikmuseum in Berlin seine neue Dauerausstellung mit dem Titel „Das Netz. Menschen, Kabel, Datenströme“. Damit greift es eine zentrale Entwicklung der Computerisierung auf und präsentiert in seiner Ladenstraße ausgewählte Exponate zur Geschichte und Verwendung des Netzes.

Die Bedeutung der Geschichte des Internet als zentraler Infrastruktur der Informationsgesellschaft wurde in diesem Blog bereits in einigen Beiträgen hervorgehoben. Nun hat sich das Deutsche Technikmuseum in Berlin diesem Thema gewidmet und stellt fest: Die Welt ist vernetzt! Dabei verfolgen die Kuratoren der Ausstellung, Eva Kurass und Bernd Lüke, die Entstehung der Netze bis in das 19. Jahrhundert zurück, um die Genese unserer heutigen Technologie darzustellen. Pfadabhängigkeiten und deren Bedeutung zeigen sich zum Beispiel daran, dass heutige Internetkabel  beispielsweise auf den Routen alter Telegraphenkabel aus dieser Zeit liegen. Dabei vertreten sie aber dezidiert keinen rein technikhistorischen Ansatz, sondern legen viel Wert auf Elemente der Kultur- und Gesellschaftsgeschichte. Sie halten fest:

Die Ausstellung zeigt die Entwicklung der Netze aus drei unterschiedlichen Blickwickeln: Mit Blick auf die Menschen als Nutzer, aus der Perspektive der Netztechnik und mit dem Fokus auf die Inhalte, die über Netze vermittelt werden.

Neben der Netztechnik sind so die Menschen und ihr Wissen im Netz Schwerpunkte der Ausstellung. Aus der Sicht unserer Projektes sicherlich eines der Highlights ist das Cryptofon des Hackers Tron von 1998, der in der Berliner Hackerszene vor allem wegen seiner Bezahlfernseh- und Telefonkartenhacks bekannt war. Gleich im Foyer greift die Ausstellung die neusten Entwicklung der Netztechnologie auf und präsentiert sie in wechselnden Abständen in einer prominenten Vitrine. Derzeit sind dort die Prototypen LormHand und LormGlove aus dem Design Research Lab der Berliner Universität der Künste zu sehen. Mit diesen Handschuhen können „taubblinde Menschen Nachrichten digital empfangen und senden. … Beim Tastalphabet Lorm werden die die Buchstaben durch Antippen bestimmter Stellen in den Handinnenflächen dargestellt und können so von den Taubblinden erfasst werden“ (Eva Kudraß: Das Netz: Immer wieder neu). Ihnen ist damit die Möglichkeit gegeben, an den wichtigen gesellschaftlichen Diskursen und sozialen Vergemeinschaftungen, die sich zunehmend in das Internet verlagern, teilzunehmen.

Einen ersten Eindruck von der Ausstellung kann man bereits auf Youtube gewinnen, in dem der stellvertretende Museumsdirektor Joseph Hoppe durch die Ausstellung führt. Zudem wird die Ausstellung von einem Blog begleitet.

Die Öffnungszeiten des Museums:

Dienstag bis Freitag 9.00 bis 17.30 Uhr
Samstag / Sonntag 10.00 bis 18.00 Uhr
Montag geschlossen

Preise:

Normal Ermäßigt
Eintritt 8,00 EUR 4,00 EUR

 

Text: Martin Schmitt

Bildrechte: © SDTB / Grafik: polygraphdesign.com; Pressematerial des SDTB.

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DIE WILDEN WURZELN DES WORLD WIDE WEB https://www.computerisierung.com/?p=358 https://www.computerisierung.com/?p=358#respond Wed, 05 Aug 2015 12:04:12 +0000 http://www.computerisierung.com/?p=358 Das Internet: Geschaffen von Wissenschaftlern und der Gegenkultur, finanziert und beeinflusst durch das Militär, so die These unseres Projektmitarbeiters Martin Schmitt, die er in seiner Magisterarbeit darlegte. Nun widmete sich auch ARTE der Thematik mit einem ganz ähnlichen Ansatz. Am 14. Mai dieses Jahres zeigten sie eine Dokumentation über die Ursprünge des Internet und des World Wide Web zwischen Militär und Gegenkultur. Sie ist 7 Tage nach Ausstrahlung der Wiederholung, also bis zum 5. August, noch über ARTE 7+ online abrufbar, findet sich inzwischen aber auch auf YouTube.

Grafik: ARTE Logo, http://www.arte.tv/de

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Die Geschichte des Internet https://www.computerisierung.com/?p=331 https://www.computerisierung.com/?p=331#respond Tue, 16 Jun 2015 13:10:17 +0000 http://www.computerisierung.com/?p=331 Welche Narrative gibt es zur Geschichte des Internet? Am Samstagnachmittag interviewte das Deutschlandradio Kultur unseren Projektmitarbeiter Martin Schmitt, M.A. zu dieser Frage, die an der Schlüsselstelle des Aufbruchs in die Informationsgesellschaft liegt. Der kurze Beitrag wird am Mittwoch, dem 17. Juni 2015 zwischen 19:07 Uhr und 19:30 Uhr in der Sendung „Zeitfragen. Kultur und Gesellschaft“ zu hören sein.

Martin Schmitt schrieb am Seminar für Zeitgeschichte der Universität Tübingen seine Abschlussarbeit zur Frühgeschichte des Internet als kybernetischem System bei Prof. Anselm Doering-Manteuffel und Prof. Klaus Gestwa. In seiner Arbeit verband er die militärischen Ursprünge im ARPANET mit den wissenschaftlichen und gegenkulturellen Interesse der an der Entwicklung der Technologie beteiligten Akteure, die bis heute spürbar sind.

UPDATE: Der Beitrag ist seit gestern Abend auf der Webseite des Deutschlandradio Kultur „MILITÄR ODER GEGENKULTUR? Wer die Anfänge des Netzes prägte“ und als Podcast verfügbar.

 

Autor: Martin Schmitt

Bildrechte: Creative Commons Lizenzvertrag Martin Schmitt am Funkhaus Berlin von Martin Schmitt ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung – Nicht-kommerziell – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International Lizenz.

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