Informatik – .computerisierung https://www.computerisierung.com Sun, 23 Sep 2018 15:56:47 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.0 Digitalgeschichte Mittel-/Osteuropas https://www.computerisierung.com/?p=1005 https://www.computerisierung.com/?p=1005#respond Sun, 23 Sep 2018 15:23:32 +0000 http://www.computerisierung.com/?p=1005 Digitalgeschichte ist nicht universal, sondern immer lokal gekoppelt. Dieser technikhistorische Grundsatz zeigte sich auf faszinierender Weise auf der diesjährigen Konferenz der IFIP Working Group 9.7 „History of Computing“. Als Teil des World Computer Congress in Poznan stellte die Gruppe inspiriert vom polnischen Konferenzort die Digitalgeschichte Mittel-/Osteuropas in den Mittelpunkt. Die Vorträge boten damit eine Horizonterweiterung über das US-amerikanische Meisternarrativ hinaus, das in den letzten Jahren immer wieder kritisch hinterfragt wurde. Sie basierten in weiten Teilen auf bisher unbekanntem Material oder Informationen.

Zum 24. mal organisierte die International Vereinigung der Informatiker IFIP ihren Weltkongress. Dieses Jahr entschieden sich die Macher für das historisch relevante Thema „This changed everything“. Die Arbeitsgruppe 9.7 ordnete ihre Tagung in dieses Motto ein und fragte nach Veränderungen und Kontinuitäten im ehemaligen Ostblock. Dabei war nicht nur das Gastgeberland gut vertreten: Neben Digitalhistorikern aus Polen erschienen Zeitzeugen, Museumsleiter und Historiker aus Ungarn, der Tschechoslowakei, Armenien, Lettland, Deutschland USA und der Sowjetunion. Sie gaben einmalige Einblicke in die Computerisierung mittel-osteuropäischer Länder. In ihrer Gesamtheit erlaubten sie so einen faszinierenden Rundblick. Thematisch reichten die Beiträge von der frühen Disziplinbildung der Informatik in Ungarn und der Tschechoslowakei, über erste Computerentwicklung, dem Wissenstransfer durch den Eisernen Vorhang wie innerhalb des RGW bis zu Fragen von Personal Computern in den 1980er-Jahren. Das abschließende Panel adressierte schließlich die Frage, wie sich in der Gegenwart Computergeschichte ins Museum bringen lässt.

Vladimir Kitov presenting at WG 9.7 conference „History of Computing in Eastern Europe“

Ein Highlight unter vielen war der sowjetische Informatiker und Leiter des ehemaligen Rechenzentrums von Gosplan, Vladimir A. Kitov. Er bot die Einblicke in den Stand sowjetischer Computeranwendung jenseits theoretischer Konzepte, die auf anderen Wegen bisher nur schwer zu erlangen waren. Schon als Person stellt er eine faszinierende Verbindung führender Computerforschung in der Sowjetunion dar: Er ist Sohn des bekannten sowjetischen Kybernetiker Kitovs und verheiratet mit der Tochter des großen sowjetischen Informatikers Viktor Gluschkow. Auch durch seine Arbeit für Monolith in den 1980er-Jahren, einem geheimen Forschungsinstitut des Sowjetischen Militärs, war er in der Lage, wissenschaftlich wertvolle Informationen über in den Stand der Computertechnik in der Sowjetunion zu präsentieren. Das gesamte Programm der Tagung kann hier abgerufen werden. Der Sammelband mit den überarbeiteten und erneut begutachteten Papern erscheint Ende diesen/ Anfang nächsten Jahres bei Springer.

 

Am letzten Konferenztag stand ein besonderes Ereignis auf dem Plan: Ein live Re-Enactment der Entschlüsselung einer Enigma-Nachricht in Bletchley Park mit Hilfe eines Nachbaus der „Bomba“, einem frühen, von Alan Turing mitentwickelten Elektronenrechner. Der Nachbau arbeitete zuverlässig und die Nachricht konnte entschlüsselt werden. Begleitet wurde der Vorgang von Vorträgen des Turing-Neffen Dermont Touring und Marek Grajek, dem Leiter des geplanten Enigma-Museums in Posen. Der ganze Vorgang wie auch die Vorträge wurde aufgezeichnet und kann auf der Webseite „Enigma live“ der IFIP nachgesehen werden.

Blick in das Rechenzentrum der TU Poznan

Abschließend lud der Leiter des Supercomputerzentrums der Universität Polen die Konferenzteilnehmer zu einer Besichtigung des Computerzentrums ein. Das 1993 gegründete Zentrum löste die eigene IT-Infrastruktur der Universität ab und versorgt seitdem Forschungsinstitute, lokale Verwaltung aber auch Bürger und kleine Unternehmen mit Rechenleistung. Es ist dabei auffällig, wie hochgradig standardisiert IT-Infrastruktur im 21. Jahrhundert geworden ist. Rechenzentren in Lugano, München oder Poznań gleichen sich fast vollständig in Architektur, Konzept und Aussehen, selbst wenn sich ihre technischen Leistungsdaten teilweise unterscheiden mögen. Die geschlossenen, klimatisierten, sirrenden Räume des Digitalen Zeitalters finden sich in allen großen Städten überall in der Welt. Es ist ihre Nutzung im kulturellen Kontext wie auch die Adaption durch Software, die sie unterscheidet.

 

Text: Martin Schmitt

Fotos: Martin Schmitt, CC BY 4.0

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Digitalgeschichte ausstellen und vermitteln https://www.computerisierung.com/?p=784 https://www.computerisierung.com/?p=784#comments Wed, 24 Jan 2018 09:15:28 +0000 http://www.computerisierung.com/?p=784 Wie lässt sich Computertechnologie im Museum präsentieren, wenn einer ihrer essenziellen Bestandteile die Software ist, also die In-Betrieb-Name des Rechners durch den Nutzer? Um dieser Frage nachzugehen, kam die Fachgruppe Computergeschichte der Gesellschaft für Informatik diesen Samstag, 20. Januar 2018, im Oldenburger Computermuseum zu ihrer vierten Sitzung zusammen und widmete sich dem Thema der (Aus-) Stellung des Computers. Diskutiert wurde vor allem an Hand der hands-on Ausstellung des dortigen Computermuseums, das Minicomputer in Betrieb zeigt. [direkt zum Programm]

Digitalgeschichte ist ein Perspektive auf zeithistorische Entwicklung der letzten 40-50 Jahre unter besonderer Berücksichtigung der Verbreitung digitaler Informationstechnologien in Gesellschaft, Wirtschaft und Staat. Damit grenzt sie sich von der Digitalen Geschichtswissenschaft insofern ab, als dass sie keine digitalen Methoden beschreibt, auch wenn sie oft mit ihr arbeitet. Trotzdem ist klar, dass diese Methoden der Vermittlung und Analyse unmittelbar relevant für den zeithistorischen Erkenntnisgewinn im Digitalen Zeitalter sind. Eine dieser Methoden kann die Ausstellung von Computern im Museum sein, an Hand derer nicht nur Wissen vermittelt, sondern ebenso Erkenntnisse für die Digitalgeschichte gewonnen werden können – beispielsweise über Software, die der Digitalhistoriker Michael S. Mahoney als das Verhalten der Maschine in Betrieb bezeichnete.

Dafür lieferte das Oldenburger Computermuseum als Gastgeber unmittelbare Anschauungsbeispiele. Das kleine Museum konzentriert sich auf eine bestimmte Periode der Computerisierung, auf die Ära der Mikrocomputer von den 1970er- bis in die 1990er-Jahre. Mit einer auf wesentliche Exponate reduzierten Ausstellung lässt es den Besucher durch eigenes Ausprobieren die Geräte aus der Digitalgeschichte erleben. Statt die beeindruckenden Ausstellungsräume im ehemaligen Hauptpostamt der norddeutschen Stadt mit Exponaten zu überfrachten, wählten die Kuratoren um Thiemo Eddiks (Oldenburg) Schlüsselobjekte, die bei älteren Besuchern vergangene Erinnerungen und bei jüngeren gespannte Blicke provozieren. Vom C64 bis zum Basic-Compiler, vom Sinclair ZX81 bis zum Robotron KC85/3 aus der DDR fehlt nichts. Jedes einzelne der ausgewählten Objekte ist funktionstüchtig, kann selbst programmiert oder mit einer Auswahl an bereitgestellter Software benutzt werden. Das ist umso beeindruckender, als dass es sich erstens ursprünglich um ein Hobbyprojekt handelte und zweitens, dass das Oldenburger Computermuseum damit den Fehler manch anderer Museen vermeidet: Kleinere Computermuseum stopfen oft die Ausstellungsräume voll. Große Museen hingegen könne den Betrieb von PCs durch den Besucher überhaupt nicht leisten, da ihnen dazu die Kapazitäten fehlen. Computer stehen dort wie Ziegelsteine im Raum. Dadurch verschenken aber beide großes Potenzial, die Genese des Digitalen Zeitalters zu verstehen. Das ist nur möglich, wenn auch seine Software gesehen und verstanden wird. So wie in Oldenburg.

Aus Sicht eines Digitalhistorikers begeistert dies, aber es bleibt auch anzumerken, dass bei der Konzentration auf Objekt seine historischen Nutzungsformen verloren gehen. Auf Erläuterungen davon, wann, wo und wie Zeitgenossen die Rechner nutzten, wurde verzichtet – beispielsweise in den Softwarebeispielen, durch Audiodokumente, Bilder über das Gerät in seiner Zeit, oder im Begleittext. Der Kontext darf aber nicht hinter einer Maske des Technischen oder der Begeisterung laufender Programme verschwinden. Museal vollziehen die Macher totale De-Kontextualisierung des Objektes um es am Besucher in einen neuen Kontext zu bringen.

Ein Commodore PET 2001 im Oldenburger Computermuseum; Bild: Martin Schmitt

Der illustrativen Darstellung von Prozessen der Informatik, beispielsweise solcher im Computer, widmete sich Prof. Michael Fothe (Jena) in seinem Vortrag „Mit Bildern muss man etwas tun“. In seinem Vortrag griff Fothe den Leitsatz des Psychologen Jean Piagets auf, dass „ein Objekt zu erkennen nicht heißt, es abzubilden, sondern, auf es einzuwirken“. Mit der Aufforderung, aktiv mit Darstellungen komplexer Prozesse, beispielsweise von Sortieralgorithmen, zu arbeiten um sie zu verstehen, schloss er nahtlos an den Imperativ des Museums an, sich Computerwissen aktiv anzueignen. Was passiert denn im Inneren eines Computers, wenn er ein Programm ausführt? Was für viele Menschen schon immer eine Black Box darstellte, kann durch die richtige Reduktion und Diagrammatik dargestellt und damit begriffen werden. Projektmitarbeiter Martin Schmitt (Potsdam) griff diesen Impuls in seinem Kommentar auf, in dem er den am Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam Ansatz zur „Visual History“ für die Computergeschichte fruchtbar machte. Die Frage Fothes, „Was tun mit Bildern“ drehte er dementsprechend um und fragte, „Was tun Bilder mit uns?“. Die Visual History fordert dazu auf, „Bilder über ihre zeichenhafte Abbildhaftigkeit hinaus als Medien und Aktiva mit einer eigenständigen Ästhetik zu begreifen, die Sehweisen konditionieren, Wahrnehmungsmuster prägen, Deutungsweisen transportieren, die ästhetische Beziehung historischer Subjekte zu ihrer sozialen und politischen Wirklichkeit organisieren und in der Lage sind, eigene Realitäten zu generieren“. Vor diesem Hintergrund stellen sich dem Digitalhistoriker dann Fragen wie: Welche Wahrnehmungsmuster prägen die dominanten Bilder von Mainframe-Computern aus den 1960er-Jahren? Wie organisierten die Bilder, die Zeitzeugen von Computern sahen, ihre sozialen und politischen Wirklichkeiten, bspw. der Computernutzung? Welche Realitäten generierten die Abbildung der Computer? Als Beispiele hierfür können beispielsweise die stereotypen Abbildungen von Frauen in Beziehung zum Computer gesehen werden, wenn sie bspw. stets als Datentypistin gezeigt wurden. Andererseits warfen Teilnehmer ein, dass dies durchaus der Realität entsprochen habe.

Auch der Medienwissenschaftler Dr. Stefan Höltgen (Berlin) griff das Konzept der Ausstellung in seinem Vortrag auf. Sein Ansatz beruht auf der an der Humboldt Universität vertretenen Medienarchäologie nach Kittler. Sie geht von Medientechnologien als Bedeutungsproduzenten aus. Demnach besitzt jegliche historische Situation ein medientechnisches Apriori, ermöglicht durch die Nutzung von Hardware. Ihr Anspruch – und dementsprechend auch der von Höltgen – ist es, die Geschichte neu zu schreiben und dabei das, was bisher nicht erzählt wurde – und warum sie nicht erzählt wurde – im medientechnischer Prozess zu berücksichtigen. Sie ist zugleich Theorie in der Frage, welchen Anteil das Medium hatte, wie auch Methode, die Hardware – in diesem Fall den Computer – wieder zum Laufen bringen und dadurch Wissen für die Vergangenheit wie auch die Gegenwart zu generieren. Das verspricht beispielsweise ein besseres Verständnis davon, was eigentlich ein Defekt im Computer ist, zuletzt zu sehen an Problemen wie der Prozessorlücke Meltdown. Aber auch Kulturtechniken werden erneut verständlich, wenn beispielsweise Medienarchäologen wie in den 1980er-Jahren hingehen und Programme aus Zeitschriften abtippen, der verbreitetest Weg von Wissens- und Softwaretransfer im Privatbereich seinerzeit. Dies bietet die Chance, glatte Erzählung der Biografien und Unternehmensdarstellungen zu brechen an der Genealogie der Technik. Arbeit am Objekt ist Geschichtsarbeit, so Höltgen abschließend. Die Gefahr dabei bleibt, dass heutige Interpretationen und die Eigenzeitlichkeit der Vergangenheit verwischen, quasi ein Zwitter aus heute und gestern entsteht, der ebenso verbirgt wie eröffnet. Diese Kritik ist jeweils konkret an den einzelnen Fallstudien herauszuarbeiten.

Technologische Gegenwart unterscheidet sich von ihrer Vergangenheit. Jegliche Assemblage aus Hardware, Software und Nutzer ist historisch geworden. Wie lässt sich dieser Kontrast zwischen Vergangenheit und Gegenwart stärker herausarbeiten? Eva Kudrass (Berlin), Sammlungsleiterin für Mathematik und Informatik am Deutschen Technikmuseum Berlin, erörterte dafür die Möglichkeiten des historischen Vergleichs am Beispiel von Ausstellungen von Computergeschichte. Sie betonte vor allem das überraschende Moment des diachronen Vergleiches, bei dem das Gewohnte plötzlich fremd und das Fremde plötzlich gewohnt wirkt. Durch die Gegenüberstellung von über einhundert Jahre alten Ausstellungstücken mit vergleichbaren Objekten von heute lässt sich ein Bruch heutiger Interpretation von Technik erreichen. Der Besucher reflektiert dabei nicht nur die Genese technischer Artefakte, sondern ebenso seine technisch mediatisierte Umwelt. Dabei bemühte Kudrass beispielsweise in der Ausstellung „Das Netz“ eben nicht die Aussage, dass alles schon mal dagewesen sei, wie das beispielsweise Tom Standage in seinem Buch „The Victorian Internet“ machte. Vielmehr erlaubte sie dem Besucher, altes im neuen Licht zu sehen. Ein gutes Beispiel dafür ist der Smarte Toilettenstuhl, der Daten über seinen Besitzer automatisiert überträgt. Demgegenüber gestellt machte ein Leibstuhl aus dem 19. Jahrhundert, der kaum mehr als Toilettenstuhl erkennbar ist, weil er die entscheidenden Teile geschickt verbirgt, einen ganz anderen Umgang mit körperlicher Hygiene. Während Kudrass vor allem den diachronen Vergleich in den Vordergrund stellte, der so seine Schwierigkeiten mit sich bringt, ist auch Sicht unseres Forschungsprojektes vor allem auch der synchrone Vergleich erkenntnisstiftend, beispielsweise über Systemgrenzen hinweg.

Den Abschluss des Workshops machte der Informatiker Prof. em. Wolfgang Coy (Berlin) mit seinem Bericht über die ethischen Leitlinien der Gesellschaft für Informatik (GI). Coy, der an der Ausformulierung maßgeblich beteiligt war, adressierte in seinem Vortrag die Frage, wie sich die Informatiker als Arbeitende in der Gesellschaft verstehen und wie sie Verantwortung für ihr Handeln in dieser Gesellschaft übernehmen. Während es in den 1950er-Jahren die Physiker und nachfolgend die Ingenieure waren, die mit ihren Entwicklungen nicht nur die Technik, sondern auch maßgeblich ihre technisierten Gesellschaften prägten, so erarbeiteten sich seit den 1970er-Jahren vor allem die Informatiker eine solche sozioökonomische Gestaltungsmacht – nicht ohne Konflikte, wie für die USA beispielsweise Nathan Ensmenger in seinem Buch „The computerboys take over“ (2010) darstellte. 1987 fand in Deutschland das Nachdenken in der GI über die gesellschaftliche Verantwortung von Informatikernmit einem „Verantwortungspapier“ einen ersten schriftlich Ausdruck. Er gipfelte 1994 in der Formulierung der ethischen Leitlinien der GI. Nicht zuletzt die intensive Computernutzung der Staatssicherheit in der gerade untergegangenen DDR hatte gezeigt, welche Implikationen die Arbeit jedes Informatikers haben konnten. Mit den technischen Veränderungen veränderten sich aber auch die Möglichkeitsspielräume, wie zuletzt beispielsweise Debatten um Künstliche Intelligenz oder die Bioinformatik zeigten. Die Leitlinien hatten eine Überarbeitung notwendig, wie Coy darstellte. Auf Basis eines dialogorientierten Ansatzes im Geiste Hegels versuchten Coy und andere, Widersprüche unter den Mitgliedern wie auch in der Gesellschaft nicht zu nivellieren, sondern produktiv in konsensorientierte Lösungen bei ethischen Problemen einfließen zu lassen. So verdeutlichte der Berliner Informatiker, wie „die Gesellschaft für Informatik e.V. (GI) […] mit diesen Leitlinien bewirken […], dass berufsethische Konflikte Gegenstand gemeinsamen Nachdenkens und Handelns werden“, wie es in der Präambel heißt. Deren erster Satz ist heute aktueller denn je: „Das Handeln von Informatikerinnen und Informatikern steht in Wechselwirkung mit unterschiedlichen Lebensweisen, deren besondere Art und Vielfalt sie berücksichtigen sollen“. Ausstellungen in Museen sind ein Weg des gemeinsamen Nachdenkens und Handelns, wie dieser interessante Workshop zeigte.

Programm: GI-Fachgruppe_Informatik- und Computergeschichte_Programm_20_1_2018

 

Text: Martin Schmitt

Titelbild: Empfangsraum des Oldenburger Computermuseums; erstellt von Martin Schmitt

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Wiss. Volontariat im Sammlungsbereich Mathematik und Informatik https://www.computerisierung.com/?p=609 https://www.computerisierung.com/?p=609#respond Sat, 28 May 2016 00:49:47 +0000 http://www.computerisierung.com/?p=609 Am Deutschen Technikmuseum in Berlin ist zum 1. Juli 2016 eine Stelle für ein wissenschaftliches Volontariat im Bereich Informatik und Computergeschichte ausgeschrieben. Bewerben kann man sich dort noch bis zum 10.06.2016. Es umfasst die Mitarbeit an den beiden tollen Ausstellungen „Das Netz. Menschen, Kabel, Datenströme“ und „Der erste Computer. Konrad Zuse
und der Beginn des Computerzeitalters“. Weitere Informationen nach dem Jump oder auf der Jobbörse des Deutschen Museumsbundes.

Berlin Deutsches Technikmuseum
Wiss. Volontariat im Sammlungsbereich Mathematik und Informatik
Besetzbar: 1. Juli 2016

Das Arbeitsgebiet umfasst die Mitarbeit und Fortbildung im Fachgebiet mit folgender Schwerpunktbildung:

• Mitarbeit an der Erstellung eines neuen Sammlungskonzeptes für die Sammlung Mathematik und Informatik
• Dokumentation, Inventarisierung und digitale Vermittlung von Objekten
• Mitarbeit an der Wartung und Weiterentwicklung der der Dauerausstellungen
„Das Netz. Menschen, Kabel, Datenströme“ und „Der erste Computer. Konrad Zuse
und der Beginn des Computerzeitalters“
• ggf. Mitarbeit an der konzeptionellen Planung einer Sonderausstellung
• die Durchführung einer objektbezogenen eigenen Forschungsarbeit im Rahmen der Sammlung ist möglich

Anforderungen:
Das Volontariat dient der Aus- und Fortbildung von Wissenschaftlern in museumsrelevanten Studienfächern. Es ist eine praxisbezogene Einführung in die Arbeit der Museen. Ziel des Volontariates ist es, zu selbständiger Tätigkeit im höheren Dienst an Museen zu befähigen.

Vorausgesetzt wird der Abschluss eines Hochschulstudiums (Master oder Magister/Magistra) vorzugsweise der Wissenschafts- und Technikgeschichte, der Informatik, Museumskunde oder Kulturwissenschaften. Erwartet werden fundierte inhaltliche Kenntnisse in der Informatik- und Computergeschichte sowie Interesse an der Arbeit mit technischen Objekten und Datenbanken.
Wünschenswert sind Erfahrungen in der Konzeptplanung und im Projektmanagement sowie Kenntnisse im Bereich Objektdatenbanken.

Erwartet wird darüber hinaus eine ausgeprägte Kommunikationsfähigkeit, die Fähigkeit, selbständig und strukturiert zu arbeiten, Organisationstalent und Teamfähigkeit.

Die Dauer des Volontariates beträgt zwei Jahre, wobei die ersten 4 Monate als Probezeit gelten. Es wird ein Unterhaltszuschuss in Höhe von 50% des Anfangsentgeltes der Entgeltgruppe 13 TV-L gewährt.

Bei gleicher Eignung und Erfüllung der o.g. Anforderungen werden gemäß § 2 des Sozialgesetzbuches IX anerkannte schwer behinderte Menschen bevorzugt berücksichtigt. Wenn Sie auf die genannte Förderung Wert legen, geben Sie bitte in der Bewerbung an, dass Sie anerkannte/r Schwerbehinderte/r sind.

Es handelt sich um eine Position, in der Frauen unterrepräsentiert sind. Die Bewerbung von Frauen ist daher erwünscht.

Bewerbungen mit tabellarisch abgefasstem Lebenslauf, den Nachweisen über Ausbildungsabschlüsse, Beschäftigungszeugnissen sowie – bei im öffentlichen Dienst Beschäftigten – mit einer Einverständniserklärung zur Anforderung und Einsichtnahme der Personalakte sind bis zum Ende der Bewerbungsfrist an den an die Stiftung „Deutsches Technikmuseum Berlin“, Trebbiner Str. 9 in 10963 Berlin zu richten. Von telefonischen oder schriftlichen Anfragen, wie auch von Online-Bewerbungen bitten wir abzusehen. Im Rahmen des Bewerbungsverfahrens entstehende Reisekosten können nicht erstattet werden.

Bitte reichen Sie uns ausschließlich Kopien ein. Es wird gebeten, auf die Übersendung von Sichthüllen zu verzichten. Bewerbungsunterlagen können nur zurückgesandt werden, wenn ein ausreichend frankierter Freiumschlag beigefügt ist. Vier Wochen nach Ablauf des Bewerberverfahrens und der erfolgten Benachrichtigung sehen wir von einer weiteren Aufbewahrung der Bewerbungsunterlagen ab, sofern uns keine gegenteilige Nachricht vorliegt.

Die Bewerbungsfrist endet am 10.06.2016. Die Vorstellungsgespräche werden voraussichtlich in der 29. Kalenderwoche 2016 stattfinden.

Eintragsdatum 27.05.2016
Bewerbungsende: 10.06.2016
Quelle: Stiftung Deutsches Technikmuseum Berlin
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